JA, ich will!

Titelseite des habInfo mit dem „Heiligen Sebastian“Das Jahr 2004 stand ganz im Zeichen der zwei Buchstaben J und A: Ich sagte JA auf die Frage, ob ich in der Redaktionsgruppe der HAB mitmachen wolle und am 23. Oktober 2004 startete in Bern unter dem Motto „JA, wir wollen!“ die Abstimmungskampagne zum Abstimmungskampf zum Partnerschaftsgesetz.

Die erste Ausgabe des habInfo an der ich mitgearbeitet hatte, stand ganz im Zeichen der Religion. Grund zu diesem Thema war der Papstbesuch in Bern im Juni 2004. Den Leitartikel zur „grössten Werbetour der letzten Jahre“ hatten wir mit „Es war da!“ überschrieben. Ich trug zum Heft zwei Artikel bei. Unter dem Titel „Ja, ich will!“ machte ich einen Rückblick auf die Hochzeit von Bart und Stephan, die neun Jahre vorher in der Berner Nydeggkirche gefeiert wurde und für Schlagzeilen sorgte. Im Text zitierte ich aus einem Artikel, den ich im letzten ‚Ursus Insider‘ geschrieben hatte. Und ich wies darauf hin, dass seit der „Hochzeit in der Nydeggkirche“ das Partnerschaftsgesetz beschlossene Sache sei: „Nur droht nun ein Referendum von fundamentalistisch-konservativer Seite“.

Und tatsächlich: Gut einen Monat nach dem ich diesen Satz geschrieben hatte, marschierten wir durch Bern und protestierten auf dem Bundesplatz. Der Abstimmungskampf zum Partnerschaftsgesetz war unter dem Motto „JA, wir wollen!“ eröffnet.

Im zweiten Artikel untersuchte ich, ob die Frage Mac oder PC eine Glaubensfrage sei. Und diese Frage eigentlich fragwürdig sei – denn der Glaube habe immer mit Emotionen, mit Gefühlen zu tun. Und die Entscheidung Mac oder PC dürfe definitiv keine Herzensangelegenheit sein. Mein Fazit zum Schluss des Artikels:

Wir haben soeben festgestellt, dass Computer von Apple eine trendige Minderheit mit starkem Selbstvertrauen sind. Ich glaube, dass Macs schwul sind! Und somit ist die Frage ob Mac oder PC wieder eine Glaubensfrage.

Zehn Jahre später outet sich der CEO von Apple öffentlich als schwul … Tim Cook heisst er, ist Nachfolger des iGod Steve Jobs, und er betrachtet sein Schwulsein als eines der „grössten Geschenke, das ihm Gott gegeben habe“.