Wann ist man ein Mann?

Mein Höhepunkt in dieser Woche: Der spannender Kulturausflug gestern zusammen mit den HAB. Gemeinsam besuchten wir die Ausstellung „Wann ist man ein Mann? Das starke Geschlecht in der Antike“ im Antikenmuseum in Basel.

Wir erfuhren, wie im antiken Athen aus einem Knaben ein richtiger Mann wurde und welche Ideale und Normen damals in der Gesellschaft galten. Den Einstieg in die Ausstellung bildete der Gott Hermaphroditos, ein antikes Zwitterwesen mit Busen und Penis, das die Frage nach der Bedeutung der Biologie für das Geschlecht stellt.

Mann-Sein hat keine natürliche bzw. biologische Tatsache. Genauso wenig sind Eigenschaften und Verhaltensweise, die wir mit diesem Geschlecht verbinden, naturgegeben. Ein Geschlecht entsteht vor dem kulturellen Hintergrund einer Gemeinschaft. Es wird von Menschen ‚gemacht‘. Dies gilt für unsere Gesellschaft genauso wir für das antike Griechenland.

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Bei der Erziehung der Knaben im alten Athen spielte auch die Knabenliebe eine Rolle, die homoerotische Beziehung zwischen einem Mann und einem Knaben.

Das Fazit zur Ausstellung war schon auf einer der ersten Ausstellungstafeln zu lesen – und leuchtet ein: „Ein Mann ist ein Mann, wenn er aufgehört hat, es zeigen zu müssen“.

Den Abschluss des Ausfluges der HAB nach Basel machte ein leckeres Nachtessen im Restaurant Schnabel. Ich liess auf der Speisekarte den „Schnäbeli“-Salat und den „Schnäbi“-Teller links liegen und entschied mich für „Suuri Läberli“ mit Rösti.

Und bevor wir wieder zurück nach Bern fuhren, machten wir noch einen Zwischenhalt im L39 an der Rebgasse 39 – der letzten Schwulenbar in Basel …